Wie ja bereits bekannt sein sollte, touren wir mit zwei
8-Sitzern durch Südafrika.
Norbert hat den einen gemietet und Matthi und Julia den
anderen. Das Tolle daran, mit post-pubertären Jugendlichen wegzufahren, ist,
dass sie alles besser wissen. Vor allem Cleo und Olga, die beide vor kurzem
ihren Führerschein gemacht haben.
Besonders eine der Beiden hält es immer für nötig, den
Fahrer zu korrigieren, was jede Fahrt gleich viel angenehmer macht.
Hier ein paar Einblicke in die Regeln des südafrikanischen
Autoverkehrs.
Schwierigkeit Nummer eins: Hier wird links gefahren. Klingt
erstmal nicht so schwer, ist es aber irgendwie doch. Denn egal an welcher
Kreuzung man steht, guckt man immer in die falsche Richtung und wartet auf die
Autos, während man dann fast angefahren wird, wenn man losfährt (wenn nicht
vorher alle losschreien!).
Außerdem ist bei den afrikanischen Autos vermeintlich der
Blinker und der Scheibenwischer vertauscht (wo ist der Blinker denn jetzt in
Deutschland überhaupt?! Links oder rechts?!). Würde man sich nur die Benutzung
des Scheibenwischers des Grote-Mobils ansehen, würde man denken, in Südafrika
würde es viel regnen. Tut es aber nicht, warum der Scheibenwischer trotzdem an
ist, kann nur Herr Grote selber beantworten.
Schwierigkeit Nummer zwei: Den Weg finden. Wie gesagt, wir
haben 8-Sitzer. Das heißt, anstelle von 5 möglichen Meinungen wo es denn jetzt
längs geht, gibt es 8 verschiedene richtige Richtungen. An dieser Stelle muss
ich uns allerdings mal selber loben, verirrt haben wir uns noch nie, verfahren
erst 2 Mal!
Schwierigkeit Nummer drei: Anfahren am Berg und wo ist überhaupt
der Rückwärtsgang? Es gibt eine Fahrerin unter uns, deren Namen hier natürlich
nicht genannt wird, die das große Glück hatte, das erste Mal im Neuen Auto zu
sitzen und sofort am Berg anfahren zu dürfen. Ich glaube, das benötigt hier
keine weitere Erläuterung, als dass es am zweiten Tag viel besser ging.
Auch das Ausparken gestaltet sich als eher schwierig, wenn
man gar nicht weiß, wie man denn mit dem neuen Auto jetzt überhaupt
rückwärts fährt. Fairerweise muss man sagen, dass auch die klügste Beifahrerin
diesen nicht gefunden hat. Aber zum Glück gibt es ja fleißige Mitfahrer, die
stark sind und das Auto zur Not anschieben können.
Schwierigkeit Nummer vier: Ich will vorne Sitzen! 3
potentielle Fahrer, 11 Leute die gern vorn sitzen würden. Cleo darf oft vorne
sitzen, weil sie die Orientierung einer Cross-Country-Läuferin hat und Olga
darf auch manchmal vorn sitzen, wenn sie verspricht, nicht zu viel zu meckern.
Schwierigkeit Nummer fünf: Bump! Die Südafrikaner fahren
anscheinend sehr schnell, deswegen gibt es auf vielen Straßen kleine Bumps,
über die man sehr langsam rüberfahren muss, da das Auto sonst einen großen
Hopser macht. So wie das Grote-Mobil gestern, in dem alle einmal herumgewirbelt
wurden. Die Insassen fanden das nicht ganz so lustig, vom Matthi-Mobil aus sah
das ganze sehr, sehr lustig aus, zum Glück konnten wir noch schnell abbremsen.
Allerdings braucht man diese Bumps natürlich gar nicht zum
durchschütteln, wenn man einfach beim Abbiegen den Gehweg mitnimmt.
Hallo ihr Lieben,
AntwortenLöschenvielen Dank für euren wirklich sehr amüsanten Blogeintrag!!
Ich kann mich noch genau erinnern, dass wir vor zwei Jahren dieselben Probleme hatten und kann mir dank der super Beschreibung alle Probleme gerade sehr gut bildlich vorstellen ;)
Ich wünsche Euch ganz viel Spaß und viel Erfolg!
Grüßt mir Kapstadt und Vulamasango.
Liebe Grüße Lena E.