Dienstag, 14. Oktober 2014

Das große Autospecial!

Wie ja bereits bekannt sein sollte, touren wir mit zwei 8-Sitzern durch Südafrika.
Norbert hat den einen gemietet und Matthi und Julia den anderen. Das Tolle daran, mit post-pubertären Jugendlichen wegzufahren, ist, dass sie alles besser wissen. Vor allem Cleo und Olga, die beide vor kurzem ihren Führerschein gemacht haben.
Besonders eine der Beiden hält es immer für nötig, den Fahrer zu korrigieren, was jede Fahrt gleich viel angenehmer macht.
Hier ein paar Einblicke in die Regeln des südafrikanischen Autoverkehrs.
Schwierigkeit Nummer eins: Hier wird links gefahren. Klingt erstmal nicht so schwer, ist es aber irgendwie doch. Denn egal an welcher Kreuzung man steht, guckt man immer in die falsche Richtung und wartet auf die Autos, während man dann fast angefahren wird, wenn man losfährt (wenn nicht vorher alle losschreien!).
Außerdem ist bei den afrikanischen Autos vermeintlich der Blinker und der Scheibenwischer vertauscht (wo ist der Blinker denn jetzt in Deutschland überhaupt?! Links oder rechts?!). Würde man sich nur die Benutzung des Scheibenwischers des Grote-Mobils ansehen, würde man denken, in Südafrika würde es viel regnen. Tut es aber nicht, warum der Scheibenwischer trotzdem an ist, kann nur Herr Grote selber beantworten.
Schwierigkeit Nummer zwei: Den Weg finden. Wie gesagt, wir haben 8-Sitzer. Das heißt, anstelle von 5 möglichen Meinungen wo es denn jetzt längs geht, gibt es 8 verschiedene richtige Richtungen. An dieser Stelle muss ich uns allerdings mal selber loben, verirrt haben wir uns noch nie, verfahren erst 2 Mal!
Schwierigkeit Nummer drei: Anfahren am Berg und wo ist überhaupt der Rückwärtsgang? Es gibt eine Fahrerin unter uns, deren Namen hier natürlich nicht genannt wird, die das große Glück hatte, das erste Mal im Neuen Auto zu sitzen und sofort am Berg anfahren zu dürfen. Ich glaube, das benötigt hier keine weitere Erläuterung, als dass es am zweiten Tag viel besser ging.
Auch das Ausparken gestaltet sich als eher schwierig, wenn man gar nicht weiß, wie man denn mit dem neuen Auto jetzt überhaupt rückwärts fährt. Fairerweise muss man sagen, dass auch die klügste Beifahrerin diesen nicht gefunden hat. Aber zum Glück gibt es ja fleißige Mitfahrer, die stark sind und das Auto zur Not anschieben können.
Schwierigkeit Nummer vier: Ich will vorne Sitzen! 3 potentielle Fahrer, 11 Leute die gern vorn sitzen würden. Cleo darf oft vorne sitzen, weil sie die Orientierung einer Cross-Country-Läuferin hat und Olga darf auch manchmal vorn sitzen, wenn sie verspricht, nicht zu viel zu meckern.
Schwierigkeit Nummer fünf: Bump! Die Südafrikaner fahren anscheinend sehr schnell, deswegen gibt es auf vielen Straßen kleine Bumps, über die man sehr langsam rüberfahren muss, da das Auto sonst einen großen Hopser macht. So wie das Grote-Mobil gestern, in dem alle einmal herumgewirbelt wurden. Die Insassen fanden das nicht ganz so lustig, vom Matthi-Mobil aus sah das ganze sehr, sehr lustig aus, zum Glück konnten wir noch schnell abbremsen.

Allerdings braucht man diese Bumps natürlich gar nicht zum durchschütteln, wenn man einfach beim Abbiegen den Gehweg mitnimmt.

1 Kommentar:

  1. Hallo ihr Lieben,
    vielen Dank für euren wirklich sehr amüsanten Blogeintrag!!
    Ich kann mich noch genau erinnern, dass wir vor zwei Jahren dieselben Probleme hatten und kann mir dank der super Beschreibung alle Probleme gerade sehr gut bildlich vorstellen ;)
    Ich wünsche Euch ganz viel Spaß und viel Erfolg!
    Grüßt mir Kapstadt und Vulamasango.
    Liebe Grüße Lena E.

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